mark max henckel

Mark Max Henckel, Full Service für kleine und mittlere Unternehmen

Hallo Mark, du arbeitest als Freelancer und bist WordPress Webdesigner. Was sagst du, wenn dich jemand fragt, was du beruflich machst? Wer bist du genau?

Ich baue Websites mit WordPress für kleine und mittlere Unternehmen. Ich biete hier „Full Service“ an. Außerdem arbeite ich als Webdesigner und Freelancer für Agenturen, auch vor Ort. Ich bin ausgebildeter Mediengestalter und habe Webdesign, Coding beim mobile.de gelernt. Als IT-Freelancer hatte ich das beste Projekt bei SPIEGEL Online.

Auf welchem Weg bist du zu WordPress gekommen?

Als Blogger. Da ich immer schon kreativ war, immer schon getextet habe, kam das Internet und die Blog-Technologie für mich wie gerufen. Ich sage immer, ich bin Blogger der 2. Generation, hatte ab 2005 meinen ersten Blog, den ich täglich bespielte. So war ich auch bei vielen der damals neuen Netz-Konferenzen – Un-Konferenzen – dabei: Der ersten re:publica, der ersten europäischen Twitter-Konferenz, der ersten WordPress-Konferenz in Deutschland und so weiter.

Ich bin ca. 2008 auf WordPress gestoßen und hatte gedacht: Das ist so gut gemacht, das kann ich für meine Kunden einsetzen. Zu der Zeit war es noch sehr ungewöhnlich WordPress – eine „Bloggersoftware“ – für Business-Seiten einzusetzen. Mir leuchtete das aber sofort ein. Besser ging es nicht, durch die einmalige Benutzerfreundlichkeit von WordPress. Ich habe mich dann schnell entschieden, mich beruflich darauf zu konzentrieren.

Für viele, die diese Entwicklung vor zehn Jahren nicht mitgemacht haben, ist es kaum vorstellbar, dass Blogs durch ihre Technik (RSS, Kommentarfunktion, Trackbacks u.v.a.m.) und die Art der Nutzung, nämlich die konsequente Subjektivität und das großzügige Teilen, das Internet zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Du bietest deinen Kunden ein breites Spektrum an Leistungen an. Von Development bis SEO habe ich einiges gelesen. Das klingt nach der eierlegende Wollmilchsau, die jeder sucht.

So kann man das nicht sagen. Wenn man sich heute die Anforderungen der Stellenausschreibungen oder Freelancer-Suche anschaut, dann weiß ich nicht, wer das alles können soll. Ich bin jedenfalls keine „eierlegende Wollmilchsau“ und weiß sehr genau, was ich kann und was nicht.

Dennoch: Für Einzelunternehmen, kleine und mittlere Betriebe biete ich alles, was eine Website braucht. Hier bin ich sehr spezialisiert und arbeite überwiegend mit Premium-Themes, um Zeit und Kosten zu sparen.

Durch meine große Erfahrung kann ich die allermeisten Funktionen über Plugins lösen. Sollte es dennoch zu speziellen Anforderungen kommen, bin ich gut vernetzt und beauftrage spezielle PHP-Entwickler oder Grafikdesigner.

Ich selber kann natürlich nicht alles machen, kann keine klassische Logoentwicklung, kein PHP und bin auch kein Javascript-Experte. Aber ich decke das Wesentliche ab. Und ich kann mit Code arbeiten oder auch kleinere Anpassungen in der Datenbank vornehmen. Ich schreibe blind HTML- und CSS-Code, habe sehr viel Erfahrung was Website-Entwicklung angeht – das bleibt nicht aus, wenn man bei einem so großen Portal wie mobile.de Coding gelernt hat und mit Datenbank-Spezialisten, Entwicklern, Ideen-Gebern und Marketing-Experten eng zusammengearbeitet hat. Und ich arbeite seit gut 10 Jahren mit WordPress. Da kann ich schon einiges bieten.

Da ich sehr kreativ bin und selber Blogs betreibe kommt das äußerst komplexe Thema SEO hinzu, speziell Performance und OnPage-SEO. Aber auch hier arbeite ich bei Bedarf mit einer Agentur zusammen, weil ich natürlich nicht alle Anforderungen abdecken kann und will. Wichtig ist: Meine Kunden bekommen von mir alles, was sie für eine gute Website brauchen und eine unabhängige absolut professionelle Beratung.

In welchem Bereich von deinen angebotenen Leistungen bist du am liebsten unterwegs?

Wartung & Support, SEO und die Anpassung von Premium-Themes. Aber auch ein Relaunch mit Migration der Inhalte ist eine spannende Sache. Ich brauche eine gewisse Vielfalt und manchmal auch Herausforderungen. Ich bin das gewohnt. Aber ich berate auch sehr gerne und überlege aktuell, ob ich aufgrund dieser Erfahrung Seminare anbieten soll.

Wie gehst du an ein neues Projekt heran? Hast du ein Blank Theme mit dem du immer startest?

Das kommt immer darauf an, was gewünscht wird. Ich arbeite ja meistens mit fertigen Premium-Themes. Wenn es aber um Layout-Umsetzung geht, nehme ich meistens ein Standard-Theme, das dem gewünschten Layout am ehesten entspricht und baue es um.

Auf welche Plugins kannst du nicht verzichten?

Welchen Tipp kannst du WordPress Anfängern mit auf den Weg geben?

Arbeitet zunächst mit der Version auf wordpress.com und experimentiert. Auf YouTube gibt es viele sehr gute Tutorials und ein Büchlein, ein eBook oder ein WordPress-Heft sind auch sehr sinnvoll. Aber vergesst das HTML nicht, das leichter ist, als es zunächst scheint. Und scheut euch nicht, Experten hinzuziehen. 😉

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Sagen wir: dynamisch. Die ersten zwei Stunden schreibe und beantworte ich meistens Mails, organisiere, stelle Anfragen, gebe Angebote ab und führe Kundengespräche. Dann priorisiere ich die Aufgaben des Tages: Ist vielleicht ein Notfall eingetreten, muss ich dringend Support leisten? Gibt es offene Rechnungen? Danach code ich und arbeite an den konkreten Aufträgen. Manchmal gibt es nachmittags ein Kundentermin und wenn ich Zeit habe, etwa auf ein Feedback oder ein „Go“ warte, schreibe ich Blogartikel oder an eBooks. Na ja, und vieles andere mehr. Es kann aber auch mal vorkommen, dass meine kleine Tochter da ist, dann hole ich die Stunden schon mal an den Wochenenden nach, das ist eben der Vorteil von Freiberuflichkeit.

Thema Work/Life Balance – wie stehst du dazu? Hast du Probleme damit?

Na ja, einfach ist es nicht. Ich nutze die freie Zeiteinteilung als Selbständiger gern. Aber da wir wissen, dass Sitzen das neue Rauchen ist, gilt es, hier einen Ausgleich zu schaffen, also auf ausreichend Bewegung zu achten. Das ist nicht einfach, wenn viel zu tun ist. Klar ist aber auch, dass meine Tochter, meine Familie Priorität hat. Denn ich arbeite ja, um ein gutes Leben zu haben und da gehören Familie und Freunde natürlich mit dazu.

Ansonsten wird es schwierig, da Schreiben meine große Leidenschaft ist und ich täglich sehr viel Zeit vor meinen Rechnern verbringe. Da muss ich wohl etwas aufpassen, dass ich neben Codeschreiben und Texten nicht das Draußensein mit meinen Lieben und den Sport vergesse. Aber das geht mir ja nicht alleine so, sonst würde die Frage nicht kommen.

Wen sollten wir nach einem Interview Fragen?

Torsten Landsiedel

Mark Max Henckel findest du im Web unter publizieren-im-netz.de, auf Twitter, Facebook, Xing und WordPress.

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