Maja Benke – Gründerin von WordPress1x1

Hallo Maja Benke, du bist Gründerin von WordPress1x1, einem Blog für WordPress Einsteiger. Kannst du uns etwas über dich erzählen?

Ich bin Webdesignerin mit Schwerpunkt auf UX und Barrierefreiheit im Internet. Den Blog habe ich gestartet, um es WordPress-Neulingen zu erleichtern eine WordPress-Seite zu erstellen und auch mit wenig Know How in Sachen Technik Anleitungen folgen zu können.

Wieso hast du dich für die Arbeit mit WordPress entschieden?

Zu WordPress kam ich, da ich selber einen Reise-Blog erstellt habe. Dabei ist mir aufgefallen, wie wenig Ressourcen es damals im deutschsprachigen Raum gab für absolute Einsteiger. Bei WordPress bin ich dann geblieben, weil ich die Handhabung von WordPress sehr angenehm finde und man WordPress vielseitig einsetzen kann. Zudem ist es ein Open Source System, was ich immer gut finde.

In 2015 kam ich dann mit der Community von WordPress in Kontakt und seitdem bin ich ein absoluter WordPress-Fan und contribute auch zu WordPress, das heißt, ich bin an der Weiterentwicklung von WordPress beteiligt und organisiere WordPress-Events, wie Meetups und Konferenzen.

Du organisierst WordPress-Meetups, hast einen Blog und einen Podcast, drehst YouTube-Videos und hältst Vorträge. Außerdem arbeitest du als Webdesignerin und liebst es zu reisen. Wie bekommst du das alles unter einem Hut?

Das frage ich mich auch manchmal 🙂 Zum einen ist WordPress meine Leidenschaft, daher fühlt sich vieles nicht nach Arbeit an. Zu WordCamps (WordPress-Konferenzen) fahre ich zum Beispiel sehr gerne, da inzwischen viele meiner Freunde aus der WordPress-Community kommen und WordCamps eine gute Gelegenheit sind, sie wieder zu sehen. Zudem lernt man dort auch viel und ich finde es toll, mein Wissen über Barrierefreiheit als Speaker weiter zu geben.

Das Meetup in Berlin und den Podcast mache ich zusammen mit einem Freund, dadurch macht es gleich viel mehr Spaß und wir teilen uns die Arbeit auf. Zudem sind wir inzwischen auch ein größeres Orga-Team, für das Meetup in Berlin.

Das Reisen verbinde ich oft mit WordCamps und ich arbeite auch immer, wenn ich unterwegs bin. Mein Blog und mein Youtube-Kanal müssen leider manchmal hinten anstehen, wenn meine Arbeit oder meine anderen Projekte sehr umfangreich werden. Da muss ich dann leider meine Prioritäten setzen.

Du engagierst dich als Contributor für das Thema Barrierefreiheit und arbeitest somit aktiv daran WordPress zu verbessern. Wie ist es dazu gekommen?

Das war ein längerer Prozess. Ich habe mehrere Teams in WordPress durchprobiert und bin dann schließlich im Design-Team und im Accessibility -Team hängen geblieben, da mich das am meisten interessiert und ich dort meine Stärken ausleben kann. Für mich ist ein offenes Web, das jeder nutzen und gestalten kann ein sehr wichtiges Anliegen. Dazu gehört zum einen Webseiten, die übersichtlich sind und man gut bedienen kann, zum anderen aber natürlich auch barrierefrei sind, damit jeder teilhaben kann.

Du bist als digitaler Nomade oft unterwegs. Welche Tipps hast du für ortsunabhängiges Arbeiten?

Ich glaube das Wichtigste ist, dass man langsam reist und sich einen Alltag vor Ort aufbaut. Wenn ich nur 3 Tage an einem Ort bin, ist es schwer Zeit zu finden, um zu arbeiten, wenn man den Ort auch erkunden möchte. Zudem versuche ich die Zeit beim Reisen so produktiv wie möglich zu nutzen. Zum Beispiel sammle ich Aufgaben, die ich offline erledigen kann und bearbeite diese am Flughafen oder im Flugzeug. Ansonsten kann ich Coworking Spaces sehr empfehlen.

Welche Tools, welche Apps, welche Software erleichtern dir den Arbeitsalltag?

Ein VPN ist ein Muss, damit ich auch in öffentlichen Wlans eine sichere Verbindung habe. Ansonsten sind meine Tools nicht sehr viel anders, als wenn ich im Coworking Space in Berlin sitze. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Noise-Canceling Kopfhörer
  • die Desktop-App Trip Mode, mit denen ich den Internetzugang einzelner Apps steuern kann
  • Mamp als Lokal Server
  • Skype für Kundengespräche
  • Todoist für meine Aufgabenplanung

Welchen Tipp kannst du WordPress Anfängern mit auf den Weg geben?

Geduld zu haben. Wenn man zum ersten Mal eine Webseite erstellt und vielleicht nicht gerade Tech-Affine ist, können einige Dinge durchaus eine Herausforderung sein. Wenn man an einigen Punkten gar nicht weiterkommt und googeln auch nichts gebracht hat, dann ist es am Besten, wenn man sich ein WordPress-Meetup oder eine Facebook-Gruppe, wie WordPress1x1 oder das WordPress-Bistro sucht und dort um Hilfe fragt. Nach einer Weile fällt der Groschen in Sachen WordPress und ab dann fällt es auch viel leichter.

Zudem würde ich jedem raten sich den neuen Editor Gutenberg gut anzuschauen, der sehr wahrscheinlich noch in diesem Jahr den Standard-Editor ablösen wird. Wenn man jetzt mit einer neuen Webseite anfängt, würde ich direkt mit dem Gutenberg-Editor anfangen, den es bereits als Plugin gibt.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Das kommt immer drauf an, wo ich gerade bin, denn an jedem neuen Ort habe ich einen anderen Alltag. In Berlin ist mein Alltag, wie bei den meisten auch, ich gehe morgens in mein Coworking-Space, arbeite meistens bis Nachmittags und gehe dann entweder auf ein (WordPress-) Meetup oder mache was mit meinen Freunden.

Wenn ich irgendwo am Meer bin, gehe ich morgens gerne an den Strand und tanke erstmal Energie für den Tag und lasse alles viel langsamer angehen. Dafür arbeite ich dann aber auch länger.

Thema Work Life Balance – wie stehst du das? Hast du Probleme damit?

Eigentlich nicht. Mir ist eine klare Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit wichtig. Ich arbeite so gut wie nie am Wochenende und wenn ich Feierabend mache, dann ist auch Feierabend. Ich mag es nicht, immer erreichbar zu sein, denn ich brauche ganz klar meine Auszeiten und Pausen, daher ist mein Smartphone auch fast immer im Schlafmodus.
Wenn mal sehr viel anfallen sollte, versuche ich immer zu priorisieren, was am Wichtigsten ist und konzentriere mich dann nur darauf und mache eins nach dem anderen. Dadurch müssen manchmal ein paar Dinge hinten anstehen und warten, aber so stelle ich sicher, dass meine Arbeit mir auch langfristig Spaß macht und ich genug Erholungspausen habe.

Wen sollten wir nach einem Interview Fragen?

Thomas Brühl. Er ist schon sehr lange in der WordPress-Community und hat schon einige WordCamps organisiert und er ist Organisator von WordPress-Meetup in Köln. Zudem ist er auch Community-Deputy, das bedeutet, dass er Organisatoren von WordCamps und WordPress-Meetups tatkräftig unterstützt und er hat immer ein offenes Ohr, wenn man als Organisator ein Anliegen hat.

Maja Benke findest du im Web unter wp1x1.de, iTunes, Twitter, Facebook, YouTube und auf Xing.

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